Physiotherapie

Die Physiotherapie ist eine sehr wichtige Behandlungsform bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Sie regt im Körper aktive Vorgänge an, die sowohl der Vorbeugung und Überwindung von Krankheiten dienen als auch auf die Wiederherstellung normaler körperlicher Funktionen und Leistungen gerichtet sind.

In unserer physikalischen Abteilung stehen Ihnen dazu auf insgesamt 11 Behandlungsplätzen unterschiedliche Verfahren der Krankengymnastik, der Elektrotherapie und der Massage zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den einzelnen Therapieformen erhalten Sie durch das Anklicken der Linkleiste oben.

 

Iontophorese

Bei der Iontophorese wird konstanter galvanischer Gleichstrom genutzt, um medikamentöse Wirkstoffe, z.B. Diclofenac, durch die Haut (transkutan) einzubringen. Die Wirkung ist je nach Medikament durchblutungsfördernd, schmerz- und entzündungshemmend.

Ein wesentlicher Vorteil der Iontophorese besteht in der exakten lokalen Anwendung des Medikaments unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes.

Anwendungsbereiche sind Insertionstendinopathien (Schmerzen im Bereich der Sehnenansätze), Myalgien (Muskelschmerzen), Arthrosen (Verschleiß der Gelenke), Lumbalgien (Rückenschmerzen) und posttraumatische Zustände.

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Mikrowelle

Die Mikrowelle ist eine Form der Hochfrequenztherapie. Sie bewirkt eine Tiefenerwärmung und eine Stoffwechselsteigerung unter des Gewebes unter der Haut, außerdem eine Schmerzreduktion und Entspannung der Muskulatur. Es kommt nicht zu einer elektrischen Reizung von Gewebestrukturen.
Eine Therapie mittels Mikrowelle eignet sich für alle Erkrankungen, bei denen Wärme unter der Oberfläche erzeugt werden soll. Dazu zählen insbesondere degenerative und chronische Prozesse des Bewegungsapparates, aber auch rheumatische Erkrankungen (nicht im akuten Schub).

Bei Metallteilen im Behandlungsgebiet, bei Kindern in der Nähe von Wachstumsfugen und bei frischen Blutergüssen ist diese Behandlung nicht anzuwenden.

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Ultraschall

Durch Ultraschall wird eine schmerzreduzierende, durchblutungs- und regenerationsfördernde Wirkung im Gewebe erzielt, darüber hinaus werden Verklebungen gelöst und verhärtete Muskeln relaxiert. Für diese Reaktion sind Longitudinalwellen verantwortlich, die einerseits einen Druckwechsel im Gewebe (mechanische Vibrationswirkung) erzeugen, zum anderen wird ein Teil der Schallenergie in Reibungsenergie umgewandelt, wodurch ein thermischer Effekt mit Gefäßerweiterung ausgelöst werden kann. Die Eindringtiefe des Schalls beträgt bis zu 8 cm Tiefe.

Hauptindikationen für die Anwendung sind die

  • Myalgie und Neuralgie,
  • Tendinose und Insertionstendinopathie,
  • Osteochondrose und Spondylarthrose,
  • Gonarthrose und Koxarthrose,
  • Narbenkontraktur.

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Triggerpunkttherapie

Triggerpunkte sind lokal begrenzte Verhärtungen in der Skelettmuskulatur. Sie sind druckempfindlich und verursachen lokale Schmerzen, von denen weiter ausstrahlende Schmerzen – z.B. Schulter-Nackenschmerzen oder Kopfschmerzen ausgelöst („getriggert“) werden können.

Bei der manuellen Triggerpunktmassage wird der Triggerpunkt im Muskelgewebe ertastet und solange gedrückt, bis der Schmerz nachlässt. Eine weitere Therapiemethode ist Infiltration der Triggerpunkte mit Lokalanästhetika. Auch die Stoßwellentherapie hat sich als wirksame und nebenwirkungsarme Behandlung bewährt; sie bewirkt eine Verbesserung des Stoffwechsels und eine Steigerung der Durchblutung im Bereich der schmerzhaften Muskelareale.

Im Anschluß an eine Triggerpunkttherapie ist eine Wärmeanwendung im Behandlungsgebiet sehr sinnvoll. Auch das Dehnen der Muskulatur und/oder das Anlegen eines Kinesio-Tapes zur sanften Massage des Muskels unterstützt die Behandlung.

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Druckstrahlmassage

Rückenschmerzen gelten als eine der häufigsten Erkrankungen der Neuzeit. Nicht selten sind arthromuskuläre Dysbalancen und resultierende Muskelverspannungen die Ursache – u.a. hervorgerufen durch berufsbedingte einseitige Belastungen. Diese Funktionsstörungen sind durch gezielte Massagen und Wärmebehandlungen therapierbar.

Die kombinierte Wirkung der Elemente Wasser und Wärme bei der medi-stream-Massage führt zu einer Anregung der lokalen Durchblutung und des Stoffwechsels sowie zu einer  Lockerung des Unterhautzellgewebes. Der Muskeltonus wird nach Bedarf gesteigert oder verringert, das vegetative Nervensystem aktiviert oder gedämpft.

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Rollstreckvibramat

Die Behandlung auf dem Rollstreck-Vibramat (RSV) erfolgt vorzugsweise bei Wirbelsäulendeformitäten und Kontrakturen, bei Blockaden und Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke, bei Bandscheibenschäden sowie bei schmerzhaften Myalgien der Rückenstrecker.

Die besonderen Konstruktionsmerkmale des RSV erlauben die gleichzeitige Extension der Wirbelsäule durch Speziallagerung, eine Stufenhochlagerung der Beine, eine Massage der Muskulatur durch Vibration und eine Wärmetherapie mit Warmluft.

Durch den somit potenzierten Heileffekt eignet sich der RSV neben den genannten Indikationen auch zur Beseitigung von Druckeinwirkungen auf Nervenwurzeln, zur Harmonisierung des Vegetativums und zur Vorbereitung auf manualtherapeutische Maßnahmen.

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Extensionsbehandlung

Die Extensionsbehandlung, auch Streckbehandlung oder Traktion von Wirbelsäule und Extremitätengelenken genannt, ist ein altbewährtes Therapieprinzip. Mittels einer schiefen Ebene oder einer Glissonschlinge werden Schmerzen im muskuloskeletalen System gelindert, die Muskulatur gedehnt und gekräftigt, die Bewegungen der Gelenke erleichtert und das Bewegungsausmaß erweitert.

Darüber hinaus dient die dosierte Zugkraft der Entlastung komprimierter Nervenwurzeln oder der Vorbereitung krankengymnastischer bzw. chirotherapeutischer Behandlungen.

Die Wirkung der Traktion wird durch Festlegung des Kraftansatzpunktes, der Zugrichtung und durch die entsprechende Gelenkstellung bestimmt.

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